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Das Mädelmit der Kamera

Ich bin Mary.

Mary-Anne Schirrmacher mit Hut und Kamera, den Arm um ihren Vizsla gelegt, zeigt in die Kamera

Foto: Hamid Mohammad Fotografie

Ich sage nicht, ich sei Fotografin. Ich bin Fotokünstlerin.

Damit meine ich kein Etikett, sondern eine Arbeitsweise. Ich verfolge kein Schema mit Reflektoren und abgemessenem Sonnenstand. Bei mir ist jeder Mensch anders und jedes Tier sowieso. Es ist ziemlich egal, welches Licht gerade da ist. Ich habe meine Kamera und die Natur, und das war es.

Ich bin mit Hunden und Pferden groß geworden und weiß deshalb, wie ich mich zu verhalten habe, wenn ein Tier dabei ist. Am liebsten fotografiere ich genau das: Tiere. Tiere und Menschen. Dynamische Bilder, Emotionen.

Dass ich hochsensibel bin, klingt erstmal nach einem Nachteil. Für diese Arbeit ist es das Gegenteil: ich merke schnell, wann jemand sich unwohl fühlt, wann ein Pferd genug hat und wann der Moment gleich kommt.

Ich komme aus Düsseldorf, arbeite allein und tauche nicht mit Krawatte und Sakko auf, sondern in Jeans und Chucks. Als Mutter von zwei Kindern weiß ich außerdem, wie ein Nachmittag mit Kindern wirklich läuft.

Zeit ist bei mir kein Paket.

Ich trage während meiner Arbeit keine Uhr und nehme mir die Zeit, die wir brauchen. Das ist keine Marketing-Zeile, sondern der Grund, warum die Bilder so aussehen, wie sie aussehen. Wer alle zwanzig Minuten auf die Uhr schaut, bekommt Bilder von Menschen, die auf die Uhr geschaut haben.

Und ich erscheine trotz jahrelanger Erfahrung ohne Routine zum Shooting. Ich weiß vorher nicht, was entsteht. Genau darum komme ich hin.

In den letzten Jahren habe ich meine Erfahrungen mit verschiedenen Fotografen gemacht. Ich habe mich allerdings noch nie so wohl gefühlt wie bei Mary. […] Mit ihr hat man sehr viel Spaß und muss sich überhaupt nicht schämen oder zurückhalten.

Maja · Google-Rezension
Mary-Anne Schirrmacher sitzt mit der Kamera auf einem alten Grenzstein über einem weiten Tal

Manchmal fotografiere ich auch, ohne dass jemand dafür zahlt.

In Stuttgart durfte ich ehrenamtlich eine Veranstaltung begleiten, bei der sich Menschen die Haare abschneiden ließen, damit daraus kostenlos Perücken für krebskranke Kinder entstehen. Solche Tage gehören für mich dazu.

Ein Teil meiner Arbeiten läuft außerdem als freie Projekte, unabhängig von Aufträgen. Manches davon war schon in Ausstellungen zu sehen.

Sollen wir?

Am einfachsten schreibst Du mir kurz, was Du vorhast.

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